27. September 2015

[Aktion] Indie Love Lilly Panther





Hallo ihr Lieben, 

heute habe ich nochmal eine ganz wundervolle Autorin für euch, die ich interviewen durfte. 
Ihren Kurzroman "Frauen sind auch nur Männer" werde ich heute lesen und die Rezi folgt dann nächste Woche. 

Und das ist Lilly Panther:




Und ihre Bücher: 







1.      Liebe Lilly, magst du dich einmal vorstellen? J

Hallo, mein Name ist Lilly Panther und ich fasse mich immer kurz. Auch in meinen Texten.

2.      Wie bist du auf die Idee gekommen ein Buch zu schreiben?

Ach na ja. Die Idee geisterte schon lange in meinem Kopf herum. Ich hab dann die Zwangspause wegen meiner Kinder genutzt und losgelegt. Was ich immer schon wissen wollte: Träumen Blogger nicht auch davon, ein Buch zu schreiben? Wie ist das bei dir?

3.      Zu welcher Tageszeit bist du am kreativsten?

Eindeutig früh. Je früher, desto besser. Leider bin ich Langschläferin.

4.      Welches Buch liest du gerade?

Ich bin eine denkbar schlechte Leserin, erstmal komme ich selten zum Lesen, dann lese ich langsam und zu allem Überfluss bin ich auch noch eine Abbrecherin. Aber ich schäme mich dafür.
Meistens lese ich mehrere Bücher gleichzeitig, da ich sowieso keins zu Ende lese und in der Summe der Seiten auf ein gesamtes Buch komme. Gerade Kerstin Gier, Britta Sabbag, Susanne Fröhlich, Ildikó von Kürthy und eine Schmonzette aus dem Cora-Verlag. Ob du’s glaubst oder nicht, ich lese auch gern Selbstpublizierer. Sie schreiben oft gut und klar und kommen schnell zum Punkt.

5.      Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Hm. Schwierig. Natürlich wünscht man sich Glück und Gesundheit für Familie und Freunde all das. Aber wenn ich einen einzigen egoistischen Wunsch frei hätte, würde ich mir wahrscheinlich die Fähigkeit wünschen, Menschen berühren zu können.

6.      Was hältst du von Buchverfilmungen?

Interessant. Es gibt gute und schlechte.

7.      Was gefällt dir an deinem Buch am allerbesten?

Puh, das ist aber eine schwierige Frage… ! Ich konnte alles genau so machen, wie ich wollte: komische Überschriften, Bildchen im Text, schräges Cover… Was mir am besten gefällt? Vielleicht die Schnelligkeit. Weil ich selbst unfassbar langsam bin (wie du an der Reaktion auf dein Interview siehst ;)

Liebe Sonja, ich danke dir für diese kleine Vorstellung! Als Zugabe habe ich dir den Klappentext meines Kurzromans „Frauen sind auch bloß Männer“ angehängt und eine kleine Leseprobe ;) 


Und hier ist nun für euch der Klappentext und die Leseprobe ;) 


Für April Moon sind Männer so ungefähr das Nützlichste seit der Erfindung des runden Teebeutels. Das beweist sie auch wöchentlich in ihrer Kolumne. Dumm nur, dass ausgerechnet an dem Abend, als sie in Ruhe (allein!) in ihrem Lieblingsrestaurant speisen möchte, ein besonders ausgereiftes Exemplar dieser Gattung auftaucht: Christopher Sun, Kolumnist des Männermagazins Machoman, selbstredend eingefleischter Macho. Als wäre das nicht schon schlimm genug, stellt sich auch noch heraus, dass beide den gleichen Tisch reserviert haben. Da keiner von beiden zurückstecken will, sind sie gezwungen, den Abend miteinander zu verbringen. Es dauert keine Minute, da fliegen die Fetzen − und das ist erst der Anfang …

Als wir endlich draußen sind, scheine ich mich auf einer dieser Drehscheiben zu befinden, die auf Kinderspielplätzen herumstehen. Leicht geneigt, dreht sie sich schwerfällig und langsam. Ich atme die kühle Nachtluft ein (Drehscheibe: leichter Schlag nach links). Es muss noch vor Mitternacht sein, denn die Stadt ist überlaufen wie die Galapagos-Inseln zur Hochsaison. Ab 23 Uhr wird es leerer, weil da die Typen mit den Fitnessarmbändern verschwinden. Dass die Stadt auch nachts so belebt ist, war ein Grund, warum ich so fasziniert war von ihr, als ich aus meiner texanischen Kleinstadt hierher kam. Selbst nachts ist man nie allein. Und dann die Lichter … Ich mag die Leuchtreklamen, die bunt beleuchteten Hotels und Galerien, die Ampeln und die Scheinwerfer der Autos, besonders die roten Rücklichter. Ich lege den Kopf in den Nacken und blicke in den sternenklaren Himmel. „Mister Sun?“
„Ja?“ Er steht direkt neben mir. 
„Sie dürfen ruhig Christopher zu mir sagen, rein kollegial natürlich.“ Er starrt in den Himmel, als würde er es dort ablesen.
„Lieber nicht.“ Oh Gott, ich lalle schon leicht. Ich reiße mich zusammen, um die nächsten Worte phonetisch astrein rauszubringen. „Wissen Sie was? Der Mond folgt mir. Sollchsihnmazeigen?“
„Das ist eine optische Täuschung.“ Seine Stimme klingt warm wie die eines wohlmeinenden Lehrers.
Ich schnaube verächtlich. „Ich beweise es Ihnen. Sehen Sie her: Eins, zwei, drei, vier fünf Schritte. Da − er kommt mit!“
„Von hier aus betrachtet bleibt er dort, wo er ist. Ich möchte ja nicht überheblich wirken, aber ich habe die moderne Astronomie auf meiner Seite.“
Ich rolle mit den Augen. „Sie müssen natürlich auch laufen! Sonst bleibt der Mond, wo er ist. Das ist nämlich die optische Täuschung.“
„April, Sie sagten vorhin, Sie würden von Alkohol müde werden und nicht betrunken.“
„Laufen, Mister Sun, Sie müssen laufen!“ Ich ignoriere seinen letzten Satz, fasse ihn an der Hand und ziehe ihn hinter mir her.
„Sehen Sie? Er bewegt sich!“ Aber Sun presst nur die Lippen aufeinander. „Da sollte der Scientific American mal nachhaken! Am besten, ich schreibe gleich eine Mail und mache die Chefredaktion auf das Mond-Phänomen aufmerksam.“ Ich ziehe mein Handy aus der Jackentasche.
„April, ich halte das für keine gute Idee.“ Er nimmt mir das Handy aus der Hand.
„Geben Sie mir sofort mein Handy zurück! Sonst rufe ich die Polizei!“
„Ich werde Ihnen jetzt ein Taxi rufen.“
„Nicht nötig. Ich komme prima allein nach Haus. Kümmern Sie sich lieber um den Mond!“ Dann kippt die Drehscheibe und ich purzle herunter.




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